Helles

Ein alter Freund kehrt zurück

Geboren ward das Helle am 20. Juni 1895 von Georg Sedlmayer im Münchner Spatenbräu als Antwort auf den Erfolg der tschechischen und norddeutschen Pilsbrauer. Es erfreute sich rasch einer steigenden Beliebtheit und avancierte in München im Lauf der Jahre zum meist getrunkenen Bierstil. Und nicht nur dort - „Ein Helles“ war viele Jahre lang die Lieblingsbestellung an Deutschlands Thekenlandschaft. Doch über die Jahre geriet das Helle – zumindest nördlich der Mainlinie – in Vergessenheit. Nun feiert es fröhliche Auferstehung – und dies wie einst in der kultigen Euroflasche.

Vom Bierstil her pflegt das Helle eine enge Verwandtschaft zum Pils, was auch die helle strohgelbe Farbe und der feine blütenweiße Schaum deutlich machen. Der wesentliche Unterschied liegt in der Menge des zugegebenen Bitterhopfens, die beim Hellen deutlich dezenter ausfällt als beim Pils. Aromatisches Resultat ist ein genauso einladend frisch duftender wie malziger, süffiger und vollmundiger Biergenuss mit einer wirklich dezenten Hopfenbittere im Abgang. Wohl bekomm´s!

Übrigens: Das Helle war 2019 das erste Bier mit dem weiter entwickelten Logo der Lahnsteiner Brauerei, das erste Bier der neuen Etikettengeneration, und das erste Bier das nach Jahrzehnten wieder in die Euroflasche floss. Seither entwickelte es sich zu einem der beliebtesten Lahnsteiner Flaschenbiere.

Und noch eine Anekdote von Dr. Markus Fohr: "Viele Menschen sagen mir, dass sie das Obergärige nicht trinken, weil es Ihnen zu süß ist. Dieselben Menschen sagen mir oft, dass sie sehr gerne Helles trinken. Der Witz dabei ist: Mit 16 Bittereinheiten ist das Helle süßer als das Obergärige mit 19!"

Genussempfehlung

  • Vortrefflich als Biergartenbier oder Aperitif.
  • Durch seine Leichtigkeit und die dezente Bittere ein ideales Pendant zu süßen Vor- oder Nachspeisen wie Honigmelone, Oreo-Eis, Apfelstrudel oder Kaiserschmarrn.
  • Zu mildem Käse wie: Junger Gouda, Butterkäse, Frischkäse.
  • Für die langen Nächte runder Geburtstage – oder wenn 1860 München mal wieder in die Verlängerung muss.
Hier das Etikett in Großaufnahme, so wie es seit 2019 ist:





Zutaten

  • Brauwasser
  • Gerstenmalz (Pilsener Malz)
  • Hopfen

Brautechnische Daten

  • Untergäriges helles Vollbier
  • 11,6% Stammwürze bei 5,0% Alkohol
  • Bittere 15 IBU
  • Farbe 6 EBC
  • Brennwert 41 kcal / 173 kJ pro 100 ml